Kleinkläranlagen als individuelle Dauerlösung auf hohem techn. Niveau

Kleinkläranlagen müssen so errichtet und betrieben werden, dass sie den allgemein anerkannten Regeln der Technik und der DIN 4261 entsprechen. Die Auswahl des geeigneten Verfahrens richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten, der Bodenbeschaffenheit, den allgem. Erfordernissen und der Nutzungsart. Nur so kann von der zuständigen Behörde eine Genehmigung erteilt werden.

Bei den Reinigungsverfahren werden heute nur noch vollbiologische Reinigungsverfahre mit Bauartzulassung genehmigt:

Die klassische Dreikammerausfaulgrube ..... schon lange nicht mehr genehmigungsfähig

Bei diesem Verfahren wurden in drei Kammern die Schlammanteile nach und nach abgeschieden. Das vorgereinigte Wasser wurde dann über einen Verteilerschacht mit Stoßbeschickung der Untergrundverrieselung zugeführt. Dort erst fand die biologische Nachreinigung statt. Besonders in Wasserschutzgebieten war dieses Verfahren schon lange umstritten

Da aber bis heute noch eine Vielzahl von Anlagen in Betrieb sind, sei hier noch einmal der Aufbau einer Dreikammerkläranlage mit Stoßbeschickung und nachfolgender Untergrundverrieselung dargestellt

Dreikammerkläranlage
Dreikammerkläranlage


Die wichtigsten Vollbiologischen Aufbereitungsverfahren:

AQUAmax SBR Anlagen

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-55.3-53

SBR Einbausatz für 4 bis 53 EW
SBR Einbausatz für 4 bis 53 EW

AQUAmax SBR Anlagen sind Anlagen nach DIN 4261 Teil 2 zur biologischen Reinigung häuslicher Abwässer aus Ein- und Mehrfamilienhäusern, Wohnsiedlungen, Gaststätten, Heimen, Sportanlagen etc.






Die Vorteile dieser Anlage sind :

  • wartungsfreundlich
  • kompakte Bauweise
  • geringe Einbautiefe
  • automatischer Urlaubsbetrieb
  • alle Komponenten sind leicht zugänglich
  • beste Ablaufwerte durch Nitrifizierung

Die zur biologischen Behandlung erforderlichen Einbauteile wie Tauchbelüfter und Tauchpumpen werden entweder in einer, aus werkseitig hergestellten Beton- bzw. Stahlbetonfertigteilen erstellten Anlage eingesetzt, oder in einer funktionstüchtigen Mehrkammerabsetz- oder Mehrkammerausfaulgrube gem. DIN 4261 Teil 1 nachgerüstet.

Aquamax im Betonbehälter
Aquamax im Betonbehälter


Die Anlage besteht aus Vorklärung und biologischer Stufe. Die Vorklärung dient zur Speicherung des Primär- und Sekundärschlammes sowie zur Pufferung des Zulaufwassers. Das Puffervolumen beträgt min. 50% der theoretischen Tageszulaufmenge. Die Beschickung der Belebung erfolgt über eine kommunizierende Röhre. Die Belüftungsphase beträgt 6 Stunden, hinzu kommen 2 Stunden für die Absetzphase sodass der gesamte Aufbereitungszyklus 8 Stunden beträgt. Der Klarwasserabzug dauert ca. 20 min.

Die AQUAmax Kläranlage erhält als 1. Kleinkläranlage in Deutschland die allgem. bauaufsichtliche Zulassung für Nitrifizierung. Dies bedeutet gemäß Zulassung niedrigste Ablaufkonzentrationen (Grenzwerte):

  • BSB 5 15 mg/l aus einer 24 h-Mischprobe homogenisiert
  • BSB 5 20 mg/l aus einer Stichprobe homogenisiert
  • CSB 75 mg/l aus einer 24 h-Mischprobe homogenisiert
  • CSB 90 mg/l aus einer Stichprobe homogenisiert
  • NH 4 N 10 mg/l aus einer Stichprobe filtriert
  • Abfiltrierbare Stoffe 50 mg/l aus einer Stichprobe

Während der Prüfung durch die RWTH Aachen wurden diese Grenzwerte stark unterschritten




Festbettanlage für 4 bis 50 EW

Festbettanlagen sind Anlagen mit Abwasserbelüftung und -rückführung nach DIN4261 Teil2, zur biologischen Reinigung häuslicher Abwässer aus Ein- und Mehrfamilienhäusern, Wohnsiedlungen, Gaststätten, Heimen, Sportanlagen etc.

Festbettanlagen
Festbettanlagen
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung,
Nr. Z-55.6-34
Die Vorteile dieser Anlage sind kompakte Bauweise und geringe Einbautiefe. Die Anlage wird nach dem Baukastenprinzip hergestellt. Die zur biologischen Behandlung erforderlichen Einbauteile wie Belüftungseinrichtung, Abwasserverteiler und Festbett werden entweder in eine aus werkseitig hergestellten Beton- bzw. Stahlbetonfertigteilen erstellten Anlage eingesetzt oder in einer funktionstüchtigen Mehrkammerabsetz- oder Mehrkammerausfaulgrube gem. DIN4261 Teil1 nachgerüstet.



Tropfkörper-Kläranlagen

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung, Zul.-Nr. Z-55.2-38

Tropfkörper-Kläranlagen

Tropfkörper-Kläranlagen sind Anlagen mit Abwasserbelüftung und -Rückführung nach DIN4261, Teil2, zur biologischen Reinigung häuslicher Abwässer.

Anlagen die für mehr als 8 Einwohner ausgelegt sind bestehen aus einem Vorklärbecken und einem nachgeschalteten biologischen Teil im sep. Behälter.


Einbehälter-Tropfkörper-Kläranlage für 4 und 8 EW - Kompakttropfkörper "Klara"

Alle Anlagenteile wie Vorklärung, Tropfkörper mit Pumpen-/Kontrollrohr, Nachklärbecken sowie die beiden Pumpen sind in einem Behälter untergebracht. Es stehen zwei Anlagengrößen zur Verfügung. Die Anlage für 4 und 8 Einwohner (EW).


Biologische Kleinkläranlagen im Haus aufgestellt

In speziellen Fällen können biologische Kleinkläranlagen in Kunststoffbehältern auch im Haus oder einem Nebengebäude ohne Geruchsbelästigung für die Bewohner aufgestellt werden.



Wohin mit dem aufbereiteten Abwasser ?

Die Einleitung des gereinigten Abwassers in den Untergrund kann je nach Vorreinigung über Untergrundverrieselung, Filtergräben, Sickerschächten, oberirdischen Verrieselungen oder direkt in ein Gewässer erfolgen.

Systemzeichnung

Förderprogramme

Bitte beachten Sie die aktuellen Förderprogramme!